Header image

Pressemeldung

Sicherheit, Umweltschutz und Transparenz: ALMA-DIE GRÜNEN fordern pragmatische Lösungen für Familien und nachhaltige Gemeindepolitik

08.09.26 –

In der ersten Sitzung der Gemeindevertretung nach der Sommerpause am 24. August 2026 brachte die Fraktion ALMA-DIE GRÜNEN ein breites inhaltliches Antragspaket ein, das sich konsequent an den Bedürfnissen der Bürger*innen in Münster orientiert. Zeitbedingt wurden allerdings nur drei der vier Anträge besprochen, der Antrag zur Nutzung öffentlicher kühler Räume in Hitzeperioden wurden auf die nächste Sitzung der Gemeindevertretung verschoben. Im Mittelpunkt der parlamentarischen Debatte standen zukunftsweisende Entscheidungen zur Anpassung an klimatische Veränderungen, der Schutz von Kindern und Familien sowie eine transparentere Gestaltung der lokalen Demokratie.

Ein wichtiger Beschluss des Abends betraf den Bau des Stauraumkanals am Bürgerpark und die damit verbundene Sanierung der betroffenen Straßen – namentlich Im Böhmann (Nord), Egerlandstraße und Brandenburger Straße. Hierbei setzte sich die Fraktion ALMA-DIE GRÜNEN aus tiefer Überzeugung für den aktiven Umweltschutz und eine vorausschauende Klimaanpassung ein. Zur Auswahl standen verschiedene Konzepte, wobei wir uns klar für die sogenannte Variante 2 positioniert haben, die schlussendlich erfreulicherweise auch beschlossen wurde. Fraktionsmitglied Alexander Haus erläutert die ökologischen und sicherheitstechnischen Vorzüge dieser Entscheidung: „Der entscheidende Vorteil von Variante 2 ist für uns die Mittelrinne. Das Oberflächenwasser wird zur Straßenmitte geführt und nicht über seitliche Rinnen unmittelbar entlang der Grundstücke abgeleitet. Dadurch entsteht im Falle eines Starkregenereignisses ein Notfallfließweg, falls das Wasser nicht mehr in den Kanal abgeleitet werden kann. Gerade in einem Bereich mit bekannten Starkregen- und Überflutungsproblemen ist das für uns der stärkere Ansatz.“ Die Tiefbeete und Baumrigolen können gleichzeitig große Mengen Wasser aufnehmen und zurückhalten, was diese Lösung in der Gesamtbetrachtung zur konsequentesten und nachhaltigsten macht.

Ein drängendes Thema des Abends war der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor den zunehmenden Wetterextremen. Die klar!-Fraktion hatte beantragt, ein umfassendes Hitzeschutzkonzept für die Kindertagesstätten und das Jugendzentrum Offroad zu erstellen. ALMA-DIE GRÜNEN unterstützte diesen Vorstoß, legte dabei aber großen Wert auf die verabschiedete Ergänzung, die sicherstellt, dass nicht nur auf dem Papier geplant, sondern unmittelbar gehandelt wird. Fraktionsvorsitzende Claudia Weber machte in ihrer Rede die enorme Zerreißprobe für Eltern und Erzieher*innen deutlich: „Wenn sich die Räume so stark aufgeheizt haben, dass jeder froh ist über jedes Kind, das nicht noch weitere Stunden bei über 30 Grad dort verbringen muss, ist das eine echte Belastung.“ Sie betonte, dass ein heute gepflanzter Baum im nächsten Sommer noch keinen Gruppenraum kühlt. „Deshalb brauchen wir langfristige Klimaanpassung – und Maßnahmen, die kurzfristig spürbar helfen.“ Wer Hitzeschutz ernst meint, muss ihn auch finanzieren, weshalb es essenziell ist, konkrete Maßnahmen wie Klimageräte nun zügig zu planen und die dafür notwendigen Mittel im Haushalt 2027 festzuschreiben.

Ebenfalls um den Schutz der Kinder – in diesem Fall im Straßenverkehr – ging es beim ALMA-DIE GRÜNEN-Antrag um die Geschwindigkeitsreduzierung an der L3095 im Bereich des Interimskindergartens. Nach einer Ehrenrunde durch die anfängliche Blockade des Vorsitzenden der Gemeindevertretung lag nun auch ein Antrag der CDU-Fraktion vor, der für eine ganzheitliche Lösung die Vorverlegung der Ortsdurchfahrtsgrenze anstrebt. „Wenn wir heute dort einen Kindergarten planen würden – würden wir dann direkt daneben Tempo 70 für angemessen halten? Ich glaube, die Antwort ist ziemlich eindeutig“, verdeutlichte Claudia Weber die Dringlichkeit. ALMA-DIE GRÜNEN begrüßt die weitergehende Perspektive der CDU ausdrücklich. Dennoch hat die Fraktion einen Änderungsantrag eingebracht, der als wichtiges Sicherheitsnetz fungieren sollte: Er forderte, die Temporeduzierung von der potenziell langwierigen Versetzung des Ortsschildes durch Hessen Mobil zu entkoppeln, damit bei einer Ablehnung nicht alles beim Alten bleibt. Zu unserem Bedauern wurde letztlich beschlossen, das Thema in die Ausschüsse zu verschieben. Angesichts des spürbaren Konsenses in der Gemeindevertretung hätte ein direkter Beschluss dem zukünftigen Bürgermeister den dringend benötigten politischen Rückenwind für die Verhandlungen gegeben.

Unser Antrag die Kindertagespflege sichtbarer zu machen wurde in den Ausschuss verwiesen. Bislang werden auf der Gemeindewebsite vor allem klassische Kitas prominent dargestellt. „Wenn ich mich für Kindertagespflege interessiere, werde ich von der Gemeindeseite an die Tageseltern-Tageskinder-Vermittlung weitergeleitet. Was ich vorher aber nicht einfach sehen kann, ist: Wer ist überhaupt bei uns in Münster und Altheim tätig?“, erklärte Claudia Weber. Ziel unseres Antrags ist es, diese Informationslücke zu schließen und das Betreuungsangebot für Familien transparent abzubilden – im Idealfall auch durch eine Integration in das webKITA System. Obwohl die örtlichen Kindertagespflegepersonen kurzfristig auf der Website ergänzt werden könnten, beantragte die CDU, den gesamten Antrag in den Ausschuss zu verweisen. ALMA-DIE GRÜNEN hat der weiteren Beratung zugestimmt und wird sich dort dafür einsetzen, dass die Verbesserung nun möglichst zeitnah umgesetzt und Familien die Suche nach dem passenden Betreuungsplatz erleichtert wird.

Als letzter inhaltlicher Punkt wurde ein Antrag unserer Fraktion zur Eindämmung der ausufernden Wahlplakatierung diskutiert, der ebenfalls in die Ausschüsse verwiesen wurde. Die Materialschlacht im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf stieß bei vielen Bürger*innen auf Unverständnis. „Natürlich möchte jeder sichtbar sein. Aber irgendwann kippt Sichtbarkeit in einen Überbietungswettbewerb“, so Claudia Weber. ALMA-DIE GRÜNEN fordern zentrale Wahltafeln, eine Obergrenze für freie Plakatierung und nachhaltigere Materialien, um das Ortsbild zu entlasten, ohne den politischen Wettbewerb einzuschränken. Da in der Sitzung vonseiten der CDU bereits skeptische Töne zu vernehmen waren, fürchtet die Fraktion, dass eine verbindliche Reglementierung am Ende blockiert werden könnte. Die Fraktion wird sich jedoch weiterhin entschlossen dafür einsetzen, dass der nächste Wahlkampf fairer und nachhaltiger wird, denn, so Weber abschließend: „Am Ende sollten im Wahlkampf vor allem die Ideen miteinander konkurrieren – und nicht die Zahl der Plakate.“

ALMA-DIE GRÜNEN wird sich auch in Zukunft mit Nachdruck für diese Sachthemen einsetzen und den eingeschlagenen Weg einer konstruktiven, transparenten und lösungsorientierten Kommunalpolitik konsequent fortführen.

SOCIAL MEDIA

Aktuelle Termine

Ortsgebabbel

Mehr

Wetterextreme vor Ort - Unsere Gemeinde zwischen Hitze und Starkregen

Vortrag von Alexander Haus, Klimaanpassungsmanager Kreisstadt Dietzenbach
Beginn: 19:00 Uhr - Eintritt frei!

Mehr

SOCIAL MEDIA

Aktuelle Termine

Ortsgebabbel

Mehr

Wetterextreme vor Ort - Unsere Gemeinde zwischen Hitze und Starkregen

Vortrag von Alexander Haus, Klimaanpassungsmanager Kreisstadt Dietzenbach
Beginn: 19:00 Uhr - Eintritt frei!

Mehr

GRUENE.DE News

Neues