
Hier finden Sie unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2026. Das komplette Wahlprogramm können Sie zudem als .PDF-Datei herunterladen.
Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlage, deren Schutz Verfassungsrang hat. Eine umfassende Transformation von Mobilität, Wärme- und Energiegewinnung ist in Deutschland angestoßen. Damit einher gehen Chancen für Gemeinden wie Münster, insbesondere an der klimafreundlichen und dezentralen Energiegewinnung zu partizipieren und davon zu profitieren, sowie die Lebensqualität durch ein klimaangepasstes Ortsbild zu steigern. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Chancen wahrgenommen werden und Münster die gesamtgesellschaftliche Transformation mitträgt und voranbringt.
1. Erneuerbare Energien
Wir setzen uns dafür ein, dass gemeindeeigene Dach- und Freiflächen sowie Bauwerke zur Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energien genutzt werden, um die Energiewende maximal zu unterstützen und gleichzeitig wirtschaftlich von ihr zu profitieren. Diese Transformation soll immer mitgedacht werden, wenn Sanierungen oder Neubauten anstehen. Dabei sollen Bürger*innen, lokale Betriebe sowie Energiegenossenschaften an der Wertschöpfung beteiligt werden und staatliche Förderprogramme genutzt werden.
In Fällen, in denen auf gemeindeeigenen Gebäuden PV-Anlagen mit Volleinspeisung installiert sind, setzen wir uns dafür ein, eine Eigennutzung der gewonnenen Energie möglich zu machen. Darüber hinaus sollen Batteriespeicher installiert werden, um diese Eigennutzung zu maximieren.
2. Nachhaltige Verwaltung
Wir setzen uns für eine nachhaltige Verwaltung ein. Energieeinsparungen und Gebäudemodernisierungen in öffentlichen Einrichtungen sollen vorangetrieben werden. Bei Anschaffung neuer Fahrzeuge im gemeindeeigenen Fuhrpark und Modernisierungen von Heizungen muss darauf geachtet werden, dass diese zukünftig CO2-neutral betrieben werden können. Das verlangsamt nicht nur die Klimaerwärmung sondern wird auch Geld einsparen, da fossile Energieträger absehbar immer teurer werden.
Auch bei der Anschaffung von Verbrauchs- und Büromaterial sollte auf nachhaltige Alternativen umgestellt werden. Die Idee einer „Fair-Trade-Town“, die sich für eine nachhaltige Beschaffung von Gütern durch die lokale öffentliche Verwaltung und ebenso für ein umweltgerechtes, nachhaltiges Wirtschaften der örtlichen Betriebe stark macht, wollen wir umsetzen
3. Klimaangepasste Bauplanung und naturnahe Gestaltung
Wir setzen uns dafür ein, dass neue Bebauungspläne die Anforderungen des Umweltschutzes und der Vorsorge vor Elementarkatastrophen wie Starkregen konsequent berücksichtigen. Regenwasser von bebauten Grundstücken soll nicht über die Kanalisation abgeleitet werden, sondern über geeignete Rückhalte- und Sammelsysteme – etwa Zisternen – vor Ort genutzt oder versickert werden. Damit leisten wir einen Beitrag zur Entlastung der Infrastruktur und stärken zugleich eine nachhaltige Bewässerung im eigenen Garten.
Zudem wollen wir Eigentümer*innen motivieren, Schottergärten und großflächige Versiegelungen zurückzubauen und ihre Grundstücke wasserdurchlässig und ökologisch wertvoll zu gestalten. Das lokale Klimaschutz-Management übernimmt hierbei eine beratende Rolle und unterstützt aktiv bei der Einbindung passender Förderprogramme.
Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, Flächen zu entsiegeln und Münster gezielt zu begrünen. So steigern wir die Aufenthaltsqualität im Ort und tragen gleichermaßen zur Abkühlung der Umgebung bei.
Unsere Gemeinde lebt von ihrer Vielfalt, ihrer Identität und der Lebensqualität in den Quartieren. Wir setzen auf eine nachhaltige Ortsentwicklung, die notwendige Anpassungen, ökologische Aufwertung und sozialen Wohnungsbau verbindet. Gleichzeitig wollen wir Münster widerstandsfähig machen: Schutzkonzepte für Hitze, Hochwasser, Naturkatastrophen und mögliche Blackouts sind unverzichtbar, um die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Wir verstehen Ortsentwicklung als ganzheitlichen Prozess: Wohnraum, Nahversorgung, Gewerbeflächen, Grünstrukturen und Beleuchtung sollen so gestaltet werden, dass sie den Alltag erleichtern, Lebensqualität erhöhen und gleichzeitig Klima- und Umweltaspekte berücksichtigen. Beteiligung und Zusammenarbeit mit Bürger*innen, lokalen Akteur*innen und Institutionen sind dabei zentral, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die Münster lebendig, sicher und nachhaltig machen.
1. Nachhaltige Wohnraumentwicklung und ökologische Aufwertung
Die Förderung sozialen Wohnungsbaus sowie der Ausbau inklusiver und altersgerechter Wohnformen ist für uns ein zentrales Entwicklungsziel, um den unterschiedlichen Lebenssituationen der Menschen in unserer Gemeinde gerecht zu werden.
Darüber hinaus möchten wir Eigentümer*innen und lokale Akteur*innen für Fassaden- und Dachbegrünungen gewinnen und diese durch Beratung und Fördermittel – etwa aus dem Budget „Lebendige Zentren“ – unterstützen. Auch der verstärkte Ausbau von Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern, sowohl auf Gebäuden als auch auf geeigneten Freiflächen, soll im Fokus des lokalen Klimaschutz-Managements stehen, um unsere Ortsentwicklung zukunftsfähig auszurichten.
2. Klimafolgenanpassung und Krisenvorsorge
Wir setzen uns dafür ein, dass die Gemeinde Münster umfassende Schutzkonzepte für Hitze, Hochwasser, Naturkatastrophen und einen möglichen Blackout entwickelt und diese klar und zugänglich kommuniziert. Bereits bestehende Konzepte sollen angesichts der zunehmenden Gefahrenlage weiterentwickelt und vertieft werden. Informationen zu Maßnahmen, die außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde liegen, sollen dennoch gesammelt, dokumentiert und den Bürger*innen bereitgestellt werden.
Besonders wichtig ist uns, vulnerable Gruppen gezielt zu erreichen. Daher sollen Informationen zielgruppengerecht aufbereitet werden. Zudem sollen Potenziale zur Hochwasserprävention identifiziert und unter sorgfältiger Abwägung von Für und Wider umgesetzt werden.
Die Feuerwehren in Münster und Altheim spielen eine zentrale Rolle in diesem Prozess. Sie sollen aktiv in die Erarbeitung der Schutzkonzepte einbezogen und bedarfsgerecht ausgestattet werden, um ihre wichtige Arbeit weiterhin verlässlich leisten zu können.
3. Flächenschonende Entwicklung und Stärkung unserer Ortsteile
Wir setzen uns dafür ein, dass bei der Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbeflächen der Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ konsequent verfolgt wird. Durch die Nutzung innerörtlicher Potenziale können wir Flächen sparen und die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig gestalten.
Im Bereich der Gewerbeentwicklung richten wir den Fokus besonders auf Breitefeld. Eine bessere Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Verbesserung der Radwegeverbindung im Zuge der MUNA-Straße sind hierbei zentrale Anliegen, um den Standort zukunftsfähig zu machen.
Darüber hinaus wollen wir die unbefriedigende Nahversorgung im Ortsteil Altheim angehen. Wir setzen uns dafür ein, dass geeignete Einkaufsmöglichkeiten in Altheim unter Einbindung des Ortsbeirats geschaffen werden, um die Versorgungslage spürbar zu verbessern.
4. Mehr Grün, mehr Lebensqualität und verantwortungsvolle Beleuchtung
Wir setzen uns dafür ein, das innerörtliche Binnenklima durch zusätzliche Grüninseln deutlich zu verbessern. Dabei sollen die früheren Planungen der Agenda-Gruppen – wie das „Grüne Band vom Bahnhof bis zum Bürgerpark“ – erneut aufgegriffen und zeitgemäß weiterentwickelt werden, um mehr zusammenhängende, kühlende Grünstrukturen zu schaffen.
Um die Aufenthaltsqualität im Bereich des Rathausplatzes und entlang der Darmstädter Straße nachhaltig zu steigern, soll ein Ideen-Workshop in Kooperation mit regionalen Hochschulen durchgeführt werden. Themen wie Begrünung, neue Sitzgelegenheiten, gastronomische Angebote und Tempo 30 auf der Darmstädter Straße sollen dabei gemeinsam betrachtet und weiterentwickelt werden.
Zudem setzen wir uns für eine moderne, umweltfreundliche Straßenbeleuchtung ein, die „Angsträume“ verhindert, ohne die Natur unnötig zu belasten. Beispiele wie die Beleuchtung des Radweges zwischen Münster und Eppertshausen zeigen, dass sich gute Sicht, geringe Lichtemissionen und der Schutz der Insektenvielfalt miteinander verbinden lassen.
Unsere Vision: Eine sichere, klimafreundliche und vernetzte Mobilität für alle – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Auto. Wir setzen uns für eine Mobilitätswende ein, die alle mitnimmt und unsere Kommune zukunftsfähig macht. Dabei stehen Sicherheit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität im Mittelpunkt.
1. Sicher unterwegs zu Fuß und mit dem Rad
Ein sicherer und komfortabler Fußverkehr ist die Grundlage für Mobilität für alle Generationen. Deshalb setzen wir uns für breite und barrierefreie Gehwege ein, die genügend Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Gehhilfen bieten. Das vielerorts unzulässige Gehwegparken von PKW – sofern es nicht ausdrücklich erlaubt ist – soll durch gezielte Aufklärung wirksam unterbunden werden.
Besonders für Kinder müssen Wege sicher gestaltet sein: Fußgängerüberwege, gut erreichbare Elternhaltestellen sowie ein Schulwegekonzept, das konsequent die Perspektive der Kinder einbezieht, sollen dazu beitragen, dass sie ihren Alltag eigenständig und geschützt bewältigen können.
Auch der Radverkehr soll deutlich gestärkt werden. Wir wollen Radwege besser ausbauen, beleuchten und klar beschildern, damit sie ganzjährig sicher nutzbar sind. Ein besonderes Anliegen ist uns der Lückenschluss im Radwegenetz – sowohl zwischen den Ortsteilen als auch zu den Nachbargemeinden. Nur eine durchgehende, gut erkennbare Infrastruktur ermöglicht es, alltägliche Wege zuverlässig mit dem Rad zurückzulegen.
2. Moderne Infrastruktur für nachhaltige Mobilität
Um den Umstieg aufs Rad zu erleichtern, wollen wir moderne Abstellanlagen für Fahrräder und E-Bikes an Schulen, Bahnhöfen und zentralen Orten schaffen. Sie sollen nicht nur Sicherheit bieten, sondern auch ein bequemes und alltagstaugliches Radfahren fördern.
Darüber hinaus muss das innerörtliche Radwegenetz sowie die Verbindung zwischen den Ortsteilen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Wir prüfen die Einrichtung von Radfahrstraßen, bei denen Radfahrer*innen Vorrang genießen und PKW nur anliegerfrei unterwegs sein dürfen. Beispiele hierfür sind die Nord-Süd-Verbindungen im Zuge der Friedhof- und Sandstraße, der Schillerstraße und der Straße Im Schöll sowie die Ost-West-Achsen Egerlandstraße, Tannenstraße und Wilhelm-Lehr-Straße. Diese Straßen sind Bestandteile der Schulwege zur John-F.-Kennedy-Schule und zur Schule auf der Aue und sollen besonders sicher und komfortabel gestaltet werden.
3. Verkehrsberuhigte Wohngebiete und Beteiligung der Bürgerschaft
Wir wollen den Autoverkehr neu denken und die Lebensqualität in unseren Wohngebieten erhöhen. Verkehrsberuhigung durch Tempo-30-Zonen, Spielstraßen und sichere Übergänge sorgt dafür, dass Straßen nicht nur Verkehrsflächen, sondern auch lebendige und sichere Orte für alle werden.
Mobilität soll gemeinsam gestaltet werden. Deshalb möchten wir Bürger*innen, Schulen, Vereine und weitere lokale Akteure aktiv in die Entwicklung der Mobilität vor Ort einbeziehen. Nur durch gemeinsame Planung entstehen zukunftsfähige Lösungen, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden.
Mitbestimmung und Beteiligung sind Grundpfeiler einer starken, lebendigen Gemeinde. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen – aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Offene Informationen, transparente Abläufe und fest verankerte Beiräte ermöglichen, dass Vorschläge und Anliegen ernsthaft berücksichtigt werden. So entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, der unsere Kommune inklusiv, generationengerecht und gemeinsam voranbringt.
1. Offene Informationen und klare Prozesse
Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass Bürger*innen frühzeitig und verständlich über anstehende Entscheidungen informiert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass wichtige Vorhaben der Gemeinde – wie zum Beispiel die Kommunale Wärmeplanung – nicht hinter verschlossenen Türen entstehen, sondern in einem offenen Prozess. Informationsveranstaltungen, öffentliche Beratungen und leicht zugängliche Materialien sollen es allen ermöglichen, sich ein eigenes Bild zu machen und ihre Anregungen einzubringen.
2. Beteiligung institutionell verankern
Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass Elternvertretungen von Kitas und Kindergärten ein Rede- und Vorschlagsrecht in den gemeindlichen Gremien erhalten. Daran halten wir fest und setzen uns weiter dafür ein dass die Belange von Kindern und Familien frühzeitig berücksichtigt werden.
Um Kinder und Jugendliche stärker einzubinden, sollen geeignete Beteiligungsformate wie Jugendforen und thematische Beiräte entwickelt werden. Ein Jugendbeirat gibt jungen Menschen darüber hinaus echte Mitbestimmung und verankert ihre Perspektiven dauerhaft im politischen Prozess.
Der Seniorenbeirat bleibt ein wichtiger Anker der kommunalen Beteiligung. Seine Arbeit möchten wir weiterhin fördern und unterstützen.
Außerdem soll die Bildung eines Ausländerbeirats erneut aktiv vorangetrieben werden, um die Interessen von Menschen mit ausländischen Wurzeln angemessen zu vertreten und gesellschaftliche Teilhabe für alle zu sichern.
3. Mitwirkung sicherstellen und Rückmeldungen einbinden
Beteiligung soll nicht nur möglich, sondern auch wirksam sein. Deshalb wollen wir sicherstellen, dass die bestehenden Beiräte – wie etwa der Gesamtelternbeirat oder der Ortsbeirat Altheim – konsequent gehört werden. Ihre Stellungnahmen dürfen nicht in der Schublade verschwinden, sondern müssen von der Gemeindevertretung und den zuständigen Ausschüssen ernsthaft aufgegriffen und in die Beratungen einbezogen werden. Nur so entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, der die Perspektiven der Bürger*innen in die Entscheidungen einfließen lässt und unsere Kommune gemeinsam voranbringt.
Vielfalt macht unsere Gemeinde stark. Wir wollen ein Miteinander fördern, in dem alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache oder Lebensweise – gleichberechtigt teilhaben und sich willkommen fühlen. Dazu gehört, Begegnungen zu schaffen, kulturelle Angebote zu stärken, Integration zu ermöglichen und soziale Teilhabe für alle Generationen sicherzustellen. Engagement, Bildung, Kinderbetreuung, Schutz vor Diskriminierung und die Förderung von Gleichstellung sind zentrale Pfeiler, um Münster zu einer offenen, solidarischen und lebenswerten Kommune zu machen.
1. Begegnung fördern & Vielfalt sichtbar machen
Kultur verbindet, schafft Begegnung und bereichert unser Zusammenleben. Deshalb wollen wir die kulturellen Angebote in unserer Gemeinde stärken und für alle Generationen zugänglich machen. Veranstaltungen wie das Altstadtfest wollen wir neu beleben und gezielt weiterentwickeln – etwa durch interkulturelle Programmpunkte, kulinarische Vielfalt und gemeinsame Aktionen von Vereinen und Initiativen. Dabei sehen wir auch unsere bestehenden und mögliche zukünftigen Städtepartnerschaften als wertvolle Brücken der Verständigung. Sie sollen stärker in das öffentliche Leben eingebunden werden – durch gegenseitige Besuche, gemeinsame Projekte und eine sichtbare Präsenz bei Veranstaltungen. Langfristig möchten wir neue Partnerschaften aufbauen, zum Beispiel für Schüleraustausche oder soziale Initiativen, die den internationalen Dialog auf lokaler Ebene stärken.
2. Willkommen heißen & Teilhabe ermöglichen
Eine lebendige Willkommenskultur beginnt beim ersten Kontakt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Gemeinde Neuzugezogene aktiv willkommen heißt – etwa durch ein kommunales Willkommenspaket mit Informationen zu Vereinen und Freizeitangeboten. Eine vergünstigte Vereinsmitgliedschaft für neue Bürger*innen könnte die Vereine bei der Mitgliederwerbung unterstützen und gleichzeitig die Integration fördern – das möchten wir anregen. Auch Patenschafts- und Mentorenprojekte, bei denen engagierte Bürger*innen Neuzugezogenen beim Ankommen helfen, möchten wir stärken.
Informationen der Gemeinde sollten in mehreren Sprachen zugänglich sein – etwa auf der Website oder in Flyern. Wir wollen die Beteiligung von Menschen mit internationaler Geschichte auf kommunaler Ebene stärken und setzen uns für mehr Vielfalt in unserem Gemeindeparlament sowie einer Wiederbelebung des Ausländerbeirats durch Informationsveranstaltungen und durch gezielte Ansprache interkultureller Vereine ein.
3. Gute Betreuung für jedes Kind
Eine verlässliche, bezahlbare und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist ein Grundpfeiler moderner Familienpolitik. Wir wollen dafür sorgen, dass jedes Kind in unserer Gemeinde die Betreuung erhält, die es braucht. Dazu gehört die regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Betreuungszeiten an die Lebensrealität von Familien. Dem Fachkräftemangel in Kitas wollen wir durch gezielte Maßnahmen begegnen – etwa durch den Einsatz von Springerkräften und attraktive Jobanreize. Integrationskräfte sollen weiterhin gesichert und ausreichend finanziert werden, damit Kinder mit unterschiedlichen Hintergründen individuell gefördert werden können. Zusätzlich müssen weitere Kindergartenplätze geschaffen werden, um den Bedarf zu decken - insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Wir wollen in moderne und gut ausgestattete Krippen und Kitas investieren und auch die Angebote in der Kindertagespflege stärken, dass alle Einrichtungen sowohl in Anzahl als auch in Qualität den Bedürfnissen der Familien gerecht werden.
4. Chancen sichern, Zukunft gestalten
Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Deshalb möchten wir wohnortnahe Angebote wie Sprachkurse, Hausaufgabenhilfen und Lerncafés in Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Ehrenamtlichen und sozialen Einrichtungen fördern.
Auch Ferienspiele und Jugendprojekte sollen gezielt unterstützt werden – finanziell und organisatorisch. Darüber hinaus fördern wir Präventionsprojekte an Schulen und Jugendzentren, die Demokratie, Respekt und Vielfalt vermitteln und so das Fundament einer offenen Gesellschaft festigen.
5. Kinder- und Seniorenrechte – Generationen stärken
Kinderrechte müssen sichtbarer werden. Deshalb möchten wir sie in Kitas und Schulen erlebbar machen und gleichzeitig Strukturen schaffen, die Kindern eine Stimme geben.
Der Jugendtreff Off-Road und sämtliche Angebotsformen der gemeindlichen Kinder- und Jugendförderung sind wichtige Elemente der Daseinsvorsorge in unserer Gemeinde - Jugendliche brauchen Räume und Mitsprache. Deshalb wollen wir das Jugendzentrum stärken und Einrichtungen wie Offroad und JUZ dauerhaft sichern.
Gleichzeitig wollen wir die Teilhabe älterer Menschen ausbauen – etwa durch einen starken Seniorenbeirat. Auch den Austausch zwischen den Generationen wollen wir gezielt fördern, zum Beispiel durch gemeinsame Projekte von Schulen, Vereinen und Seniorengruppen.
6. Engagement sichtbar machen
Die Vereinsförderung und die kommunale Kulturarbeit sind wesentliche Pfeiler einer l(i)ebenswerten Gemeinde und beide müssen auskömmlich gestaltet sein. Vereine und ehrenamtlich Engagierte sind das Herzstück unseres gesellschaftlichen Lebens. Wir wollen ihre Arbeit erleichtern und wertschätzen. Das Ehrenamt soll mehr Anerkennung erfahren: ein jährlicher „Tag des Ehrenamts“ soll diese wichtige Arbeit sichtbar machen. Gleichzeitig wollen wir Engagierte und Kommunalpolitiker*innen besser schützen und ihnen Rückendeckung geben, wenn sie Ziel von Angriffen werden.
7. Sicherheit & Gleichstellung marginalisierter Personen stärken
Wir wollen eine Kommune, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können – ohne Angst vor Übergriffen. Deshalb setzen wir auf Prävention, Aufklärung und schnelle, niedrigschwellige Hilfe. Gemeinsam mit lokalen Initiativen möchten wir ein Präventions- und Interventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt entwickeln. Dazu gehören Awareness-Teams bei Festen sowie die Stärkung von Beratungsstellen und Kampagnen für Betroffene.
Gleichstellung ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Frauenbeauftragte spielen dabei auf kommunaler Ebene eine zentrale Rolle. Sie sind wichtige Impulsgeber*innen für eine moderne, diskriminierungsfreie Kommunalpolitik. Wir setzen uns dafür ein, dass die notwendigen Ressourcen für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung stehen, um Benachteiligungen abzubauen und Gleichberechtigung aktiv zu fördern.
8. Haltung zeigen gegen Rassismus & Diskriminierung
Wir stehen klar gegen Rechtsextremismus und jede Form von Rassismus und Diskriminierung. Symbolpolitik, die Menschen ausgrenzt oder stigmatisiert, lehnen wir konsequent ab. Die lokale Erinnerungskultur, etwa durch Stolpersteine oder Gedenkveranstaltungen, soll erhalten und weiterentwickelt werden. Denn wer sich erinnert, übernimmt Verantwortung.
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