
24.06.26 –
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
das Gustav-Schoeltzke-Haus ist für viele Menschen in Altheim weit mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Stück Ortsgeschichte.
Ein paar von Euch und Ihnen sind dort zur Schule gegangen, haben dort Zeit im Kindergarten verbracht, haben Vereinsarbeit erlebt oder verbinden andere persönliche Erinnerungen mit diesem Haus. Deshalb verstehe ich sehr gut, dass dieses Thema viele Menschen bewegt.
Für unsere Fraktion ist diese Entscheidung heute vor allem eine Haltungsentscheidung. Wollen wir dem Gustav-Schoeltzke-Haus eine Zukunft geben? Oder wollen wir den Weg in Richtung Verkauf einschlagen? Wir waren uns innerhalb der Fraktion alle einig: Wir möchten dieses Haus erhalten.
Und nun müssen wir schauen, wie das möglich ist. Denn entgegen mancher öffentlichen Darstellung beschließen wir heute keine Millioneninvestition und stellen auch keinen Freifahrtschein aus. Wir beschließen heute, die Grundlagen für eine spätere Entscheidung zu schaffen. Wir stimmen dafür, die Möglichkeit einer Sanierung ernsthaft zu prüfen. Dazu gehört ein Nutzungskonzept. Und das ist für mich mehr als eine Übersicht welche Vereine das Gustav-Schoeltzke-Haus aktuell nutzen. Wir müssen uns überlegen, wer zukünftig wie und welche Räume zu welchen Zeiten nutzen kann. Gibt es noch Bedarf über die aktuelle Nutzung hinaus? Dazu gehört eine belastbare Kostenschätzung. Und dazu gehört die ehrliche Frage, ob das Ganze überhaupt finanzierbar ist.
Erst wenn diese Informationen vorliegen, werden wir entscheiden können, wie es weitergeht. Und das zeigt ehrlich gesagt auch, dass die heutige Entscheidung die sehr viel einfachere ist. Die deutlich schwerere Entscheidung kommt erst noch - nämlich wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen. Dann werden wir bewerten müssen: Was kostet die Sanierung? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Ist das Ganze für unsere Gemeinde finanziell darstellbar? Und vor allem: welche anderen Projekte müssen dafür im besten Fall nur warten oder welche müssen ganz abgeblasen werden, weil Geld und Zeit fehlen werden.
Wir haben Verantwortung für den gesamten Haushalt und für die ganze Gemeinde. Daher sollten wir den Mut haben, darüber in den kommenden Monaten transparent zu berichten. Denn nur auf dieser Grundlage können wir später eine gute und verantwortungsvolle Entscheidung treffen, die auch von allen nachvollziehbar ist. Deshalb stimmen wir heute einer Sanierung zu.
Weil wir dieses Haus nicht vorschnell aufgeben wollen. Ob am Ende dieses Weges eine finanziell tragfähige Lösung heraus kommt, werden die kommenden Monate zeigen. Aber ich finde, dass dieses Haus und seine Bedeutung für Altheim es wert sind.
Vielen Dank.
private Tischreservierung im SV-Sommergarten
mit Claudia Weber, Kandidatin für die Bürgermeisterwahl
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