
25.01.26 –
Grüne starten mit Neujahrsempfang in den Kommunalwahlkampf
Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang in der Kulturhalle Münster haben der Münsterer Ortsverband und der Kreisverband Darmstadt-Dieburg von Bündnis 90/DIE GRÜNEN am 14. Januar 2026 den Auftakt in das Kommunalwahljahr 2026 markiert. Rund 50 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter:innen aus Politik, Vereinen und Initiativen sowie engagierte Bürger:innen. Der Abend stand im Zeichen von Zuversicht, Dialog und dem gemeinsamen Blick auf die anstehenden Wahlen zur Gemeindevertretung und zum Kreistag.
Auftakt mit klarer Haltung: Kommunalpolitik als Gestaltungsraum
Sandra Pereira Heckwolf, Vorsitzende des Grünen Ortsverbands Münster, betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Jahres 2026: „Dieses Jahr wird prägen, wie wir hier vor Ort und im Kreis künftig leben wollen. Gerade in unsicheren Zeiten setzen wir auf Offenheit, respektvollen Austausch und Lösungen, die Menschen verbinden."
Aziz Mouani, Vorstandsmitglied des Kreisverbands, unterstrich in seinem Grußwort die Wichtigkeit einer vielfältigen und inklusiven Gesellschaft. Auch Julia Frank, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen, stimmte die Gäste auf die politischen Herausforderungen der kommenden Monate ein und betonte die Bedeutung kommunaler Politik als Fundament einer lebendigen Demokratie.
Bilanz und Ausblick: ALMA-DIE GRÜNEN ziehen positive Bilanz
Claudia Weber, Spitzenkandidatin von ALMA-DIE GRÜNEN für die Gemeindevertretung, zog in ihrer Rede eine positive Bilanz der zu Ende gehenden Legislaturperiode. Die Fraktion habe wichtige Impulse gesetzt - vom Rede- und Anhörungsrecht des Gesamtelternbeirats über Balkonkraftwerke bis hin zum Jobticket für Mitarbeitende der Gemeinde.
„Gute Politik entsteht nicht in lauten Debatten, sondern im Zuhören und Finden tragfähiger Kompromisse“, betonte Weber. In diesem Zusammenhang sprach sie unter anderem über die Stärkung der Bürgerbeteiligung in den letzten fünf Jahren und neue Beteiligungsformate in der Gemeinde.
Die in Münster häufig bemühte Rede von einer sogenannten “Münsterer Ampel” ordnete Weber bewusst neu ein: “Was manche als Schimpfwort benutzen, steht für mich für einen wertschätzenden, respektvollen Umgang und dafür, Münster bei allen Entscheidungen an erste Stelle zu setzen - nicht die eigene Parteifarbe.” Viele Fortschritte der vergangenen Jahre seien nur durch fraktionsübergreifende Zusammenarbeit mit wechselnden Mehrheiten möglich gewesen.
Klare Ziele für die kommende Wahlperiode
Mit Blick auf die kommenden fünf Jahre skizzierte Weber zentrale Vorhaben: Münster klimafester machen - mit mehr Grünflächen, hitzeangepassten öffentlichen Räumen und einer transparenten, frühzeitigen Wärmeplanung, die Orientierung gibt. Gleichzeitig brauche die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum, sichere Rad- und Fußwege sowie einen öffentlichen Nahverkehr, der für alle Generationen im Alltag funktioniert.
Mirjam Glanz: „Demokratie lebt vom Kompromiss”
Mirjam Glanz, Spitzenkandidatin für den Kreistag und Mitglied des Hessischen Landtags, richtete den Blick auf die übergeordneten Herausforderungen. „Demokratie lebt von der Fähigkeit, Verschiedenheit auszuhalten und Brücken zu bauen – nicht Gräben“, betonte sie mit Verweis auf die zunehmende Polarisierung. Glanz warnte vor populistischen Vereinfachungen und unterstrich die Notwendigkeit, „investive Antworten auf soziale Unsicherheit, Klimakrise und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen“ zu geben. „Klimaschutz ist keine Frage des ‚Ob‘, sondern des ‚Wie‘ – und das entscheiden wir hier vor Ort: mit kluger Mobilitätswende, erneuerbaren Energien und einer Politik, die zuhört.“
Einladung zum Dialog: Wahlkampf als Chance für Münsters Zukunft
Zum Abschluss des Abends luden alle Rednerinnen dazu ein, das Wahljahr 2026 als Chance zu begreifen: für eine Politik, die verbindet statt spaltet, sachlich statt laut ist und Münster als lebenswerten Ort für alle weiterentwickelt. „Ob an Infoständen, in Gesprächen oder bei der Programmgestaltung – wir wollen zuhören, erklären und überzeugen“, so Sandra Pereira Heckwolf.

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