29.03.25 –
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren,
in unserer Haushaltsrede haben wir es bereits betont: Wir begrüßen ausdrücklich, dass Spielplätze in diesem Jahr in den Fokus rücken. 50.000 Euro sind eingeplant worden. Eine Menge Geld. Geld, das gut eingesetzt werden will.
Spielplätze sind Orte, an denen Kinder nicht nur toben - sondern auch lernen, wachsen, Freundschaften schließen. Sie sind ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur, ein Stück gelebte Familienfreundlichkeit.
Dass nun Mittel im Haushalt vorgesehen sind, ist ein starkes Zeichen – aber auch eine Verantwortung, diese Gelder sinnvoll und gerecht einzusetzen.
Deshalb haben wir am 13. März eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, um herauszufinden:
Die Antwort liegt seit heute Mittag vor – und sie zeigt, dass der Prozess noch ganz am Anfang steht.
Die 50.000 Euro sind für die Aufwertung bestehender Spielplätze vorgesehen – konkret im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“, für das Anfang 2025 ein Antrag gestellt wurde. Betroffen sind die Spielplätze Mühlgasse, Sackgasse/Hintergasse und „An der Kirche“. Die Bewilligung wird erst Ende 2025 erwartet.
Eine Prioritätenliste existiert bislang nicht, soll aber im Anschluss erarbeitet werden. Mit der eigentlichen Planung kann frühestens nach der Haushaltsgenehmigung begonnen werden – ein konkreter Zeitplan fehlt.
Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll, jetzt vorschnell Geld in ein einzelnes Großgerät am Freizeitzentrum zu investieren.
Zumal das Freizeitzentrum bereits gut ausgestattet ist:
Mit einem Spielplatz, Seilklettermöglichkeiten, einem Bolzplatz – und vor allem: Mit viel Natur.
Viele Kinder finden das Freizeitzentrum deswegen so toll. Mit Freunden und viel Fantasie im Gepäck, sind die meisten immer schnell in den kleinen Wäldchen verschwunden und haben unglaublich viel Spaß.
Warum also gerade hier nochmal in ein Spielgerät investieren – noch dazu so groß und so teuer? Immerhin 40.000,— Euro. Wenn wir die 50.000 Euro aus dem Haushalt wirklich sinnvoll nutzen wollen, dann doch vielleicht lieber für mehrere Standorte, damit viele Kinder profitieren. Nicht nur ein kleiner Kreis.
Und - und das ist uns wichtig - die Investitionen sollten zeitgemäß sein. Denn nach unserem Kenntnisstand - und da darf mich die Verwaltung gerne korrigieren - sieht man bisher auf keinem Spielplatz in Münster, dass Kinder mit Beeinträchtigungen mitgedacht wurden. Kein einziger Spielplatz ist inklusiv. Das ist nicht zeitgemäß und das müssen wir besser machen.
Ein Blick in unsere Nachbarkommunen zeigt, wie es besser geht: In Dieburg gibt es ein Rollstuhl-Karussell, Bodentrampoline und inklusive Schaukeln. In Weiterstadt wurde ein inklusiver Bewegungspark eingerichtet. In Münster gibt es nichts davon.
Wenn wir also investieren, dann bitte so, dass alle Kinder in unserer Gemeinde davon profitieren können. Nicht nur manche. Nicht nur die, die ohnehin überall spielen können.
Wir halten es zum jetzigen Zeitpunkt also nicht sinnvoll, Einzelmaßnahmen zu beschließen. Daher beantragen wir, den Antrag zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss zu überweisen.
Vielen Dank.
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