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Pressemeldung

Informationsveranstaltung zur Lärmschutzwand

18.01.26 –

Sachliche Debatte braucht Offenheit und Verantwortung

Die von ALMA-DIE GRÜNEN initiierte Informationsveranstaltung zum Bau der Lärmschutzwände an der Bahnstrecke zwischen Münster und Altheim stieß auf großes Interesse. Rund 180 Bürgerinnen und Bürger informierten sich am Dienstagabend in der Kulturhalle Münster umfassend über die geplante Maßnahme und den anstehenden Bürgerentscheid.

Auf Antrag von ALMA-DIE GRÜNEN hatte die Gemeindevertretung beschlossen, eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen, um vor dem Bürgerentscheid eine faktenbasierte und transparente Informationsgrundlage zu schaffen.

Auf dem Podium informierten ein unabhängiger Schallgutachter, ein Vertreter der Deutschen Bahn sowie ein Umweltplaner über die geplante Lärmschutzwand, ihre lärmmindernde Wirkung und mögliche weitere Auswirkungen. Der Schallgutachter stellte die Ergebnisse der aktuellen Lärmuntersuchungen vor. Der Vertreter der Deutschen Bahn erläuterte die Unterschiede zwischen aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen sowie den technischen Aufbau der Lärmschutzwand, die ab Schienenoberkante beginnt und aus schallabsorbierenden Materialien besteht. Zudem wies die Deutsche Bahn darauf hin, dass insbesondere im Schienengüterverkehr in den kommenden Jahren mit einer weiteren Zunahme zu rechnen ist. Der Umweltplaner ordnete die Maßnahme aus Sicht von Natur- und Artenschutz ein.

Deutlich wurde dabei: Die Lärmschutzwand ist die wirksamste Maßnahme, um viele Menschen dauerhaft vor gesundheitsrelevantem Bahnlärm zu schützen. Sie stellt keinen massiven Eingriff in Natur oder Landschaft dar und steht weder dem Natur- noch dem Tierschutz entgegen.

Eingeladen zur Veranstaltung waren ausdrücklich auch die Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens, um ihre Position auf dem Podium darzustellen und sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Alle drei Initiatorinnen und Initiatoren lehnten diese Einladung ab. Eine der Vertrauenspersonen war als Besucherin anwesend und stellte einzelne Fragen aus dem Publikum; eine offizielle Darstellung der Beweggründe des Bürgerbegehrens sowie eine Diskussion in dieser Funktion fanden jedoch nicht statt.

„Ein Bürgerbegehren mit über 2.000 Unterschriften ist ein starkes demokratisches Instrument“, erklärte Claudia Weber, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von ALMA-DIE GRÜNEN. „Gerade deshalb hätten die Bürgerinnen und Bürger es verdient, die Argumente aus erster Hand zu hören und Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Beteiligung heißt nicht nur, etwas einzufordern, sondern auch, Verantwortung zu übernehmen und sich der Diskussion zu stellen.”

Julian Dörr, Fraktionsvorsitzender von ALMA-DIE GRÜNEN, betonte: „Die hohe Beteiligung zeigt, wie groß das Bedürfnis nach sachlicher Information ist. Nach vier öffentlichen Informationsveranstaltungen liegt eine umfassende Faktenlage vor. Auf dieser Grundlage können die Bürgerinnen und Bürger im März eine informierte Entscheidung treffen.“ Die Fraktion befürwortet den Bau der Lärmschutzwände weiterhin.

Die geplanten Lärmschutzwände sollen auf einem rund zwei Kilometer langen Abschnitt der Bahnstrecke Aschaffenburg–Wiesbaden auf Höhe der Gemeinde Münster errichtet werden. Die entstehenden Kosten würden vollständig vom Bund getragen. Der Bürgerentscheid über die Lärmschutzmaßnahme findet am 15. März 2026 zeitgleich zur Kommunalwahl statt. Dabei wird darüber abgestimmt, ob der Beschluss der Gemeindevertretung, die Lärmschutzwände errichten zu lassen zurückgenommen werden soll. Daher müssen Befürworter der Lärmschutzwände mit „Nein“ abstimmen und ihre Gegner mit „Ja“.

ALMA-DIE GRÜNEN danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Teilnahme und rufen dazu auf, sich am Bürgerentscheid zu beteiligen.

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