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ALMA - DIE GRÜNEN stimmen Lärmschutz an der Bahnstrecke zu

Pressemeldung

03.04.25 –

Schwierige Entscheidung im Kontext einer hitzigen Diskussion in der Gemeinde

Die Fraktion ALMA - DIE GRÜNEN hat in der Gemeindevertretersitzung am 24. März 2025 nach eingehender Beratung und intensiven Gesprächen mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern dem Bau zweier Lärmschutzwände entlang der Bahnstrecke zwischen Münster und Altheim zugestimmt.

Ein schalltechnisches Gutachten hatte ergeben, dass in einem Teil des Wohngebiets rund um das sogenannte „Inselviertel“ in Münster sowie in wesentlichen Teilen Altheims der zulässige Grenzwert überschritten wird. Die geplanten Lärmschutzwände – jeweils eine auf Münsterer und eine auf Altheimer Seite – werden hier Abhilfe schaffen und den Schalldruck deutlich reduzieren. Diese Maßnahme wird komplett von der Deutschen Bahn finanziert, sodass weder Bürgerinnen und Bürger noch die Gemeindekasse belastet werden.

„Wir haben über viele Monate hinweg mit Betroffenen gesprochen, in Gärten gestanden und uns die Anliegen vor Ort angehört. Die Entscheidung war nicht leicht, aber die wissenschaftlich nachgewiesene Gesundheitsbelastung durch Eisenbahnlärm, die auch dann eintritt, wenn man sich subjektiv nicht gestört fühlt, war für uns ein entscheidendes Argument,“ erklärt Julian Dörr, Fraktionsvorsitzender von ALMA - DIE GRÜNEN.

Zählen sollten die Fakten: Beide Informationsveranstaltungen zum Thema im letzten Jahr waren wenig besucht. Die vorliegenden Unterschriftenlisten scheinen zwar ein klares Bild zu zeigen: Demnach ist eine Mehrheit aus Altheim für die Lärmschutzwand und eine Mehrheit aus Münster gegen die Lärmschutzwand. Allerdings umfassen die Unterschriftenlisten weniger als 2% der Bevölkerung und sind damit weit entfernt von einem repräsentativen Meinungsbild.

Jörg Pereira Heckwolf, Fraktionsmitglied von ALMA - DIE GRÜNEN, fasst zusammen: „Keine der Fraktionen kann behaupten, die Mehrheit der Bevölkerung zu vertreten, denn die Mehrheit hat sich nicht öffentlich geäußert. Deshalb haben wir alle Argumente sorgfältig abgewogen und das aus unserer Sicht Beste für Münster und Altheim entschieden.“

Die Lärmschutzwände werden die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Durch die Verminderung des Schienenlärms wird nicht nur der Alltag für Anwohnerinnen und Anwohner angenehmer, sondern auch langfristige Gesundheitsrisiken werden reduziert.

Claudia Weber, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von ALMA - DIE GRÜNEN betont:  “Gesundheitsschutz darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Alternative passive Lärmschutzmaßnahmen werden zwar zu 75% gefördert, die restlichen 25 % muss man sich aber auch erstmal leisten können. Nicht alle Betroffenen haben mehrere tausend Euro dafür übrig. Auch an die muss gedacht werden.”

Die Fraktion würdigte auch den von der CDU eingebrachten Vorschlag einer Gesamterhebung, die auch den Lärm der Bundesstraße B26 miteinbezieht. "Dieser Ansatz geht grundsätzlich in die richtige Richtung, schließlich haben Altheimer Bürger bereits 2014 mit einer Unterschriftenliste die Errichtung einer Lärmschutzwand an der B26 gefordert.", erläutert Dörr. "Deshalb jetzt aber die Lärmschutzmaßnahme der Bahn abzulehnen wäre aber mit einem erheblichen Kostenrisiko für die Gemeinde Münster verbunden, was angesichts eines Haushaltsdefizits von 1,6 Millionen Euro nicht vernachlässigt werden sollte." Denn: Würde Münster das Lärmsanierungsprogramm der Bahn ablehnen, wäre die Gemeinde künftig gezwungen, selbst für kostspielige Lärmschutzmaßnahmen aufzukommen, wenn diese aufgrund gesetzlicher Regelungen notwendig werden. Insbesondere bei einer Ausdehnung von Wohn- und Gewerbegebieten entlang der Bahnstrecke könnten künftig hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen.

„Wir bedanken uns bei Allen, die ihre Anliegen und Argumente vorgebracht haben und versprechen, weiterhin ein offenes Ohr für alle Bürgerinnen und Bürger zu haben. Wir wollen langfristig das Beste für Münster, Altheim und Breitefeld erreichen. Dabei ist klar, dass nicht alle mit unserer Entscheidung zufrieden sein werden. Dennoch haben wir nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“, erklärt Claudia Weber abschließend.

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